Über das Museum

Geschichte des Museums

Dänisches Postmuseum

Kurz nach seinem Eintritt in das Postwesen 1856 begann der spätere Oberpostmeister Jens Wilcken Mørch damit, die Gegenstände zu sammeln, die später den Grundstock des Museums bilden sollten.

1907 übergab er seine Sammlung dem Staat, und sie wurde im Postgården in der Købmagergade untergebracht. Die Platzverhältnisse waren jedoch so beengt, dass es nicht möglich war, der Öffentlichkeit Zugang zu gewähren.

Als das Zentralpostgebäude in der Tietgensgade 1912 in Gebrauch genommen wurde, erhielt das Museum drei Räume mit insgesamt 310 m², während es gleichzeitig die Briefmarkensammlung des Generaldirektorats übernahm. Am 3. November 1913 wurde das Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

1919 musste das Museum schließen, um Platz für das neu eingerichtete Postgirobüro zu machen, das fünf Jahre später das Gebäude wieder verließ. Dadurch erhielt das Museum seine Räume zurück und sogar noch einen zusätzlichen Raum, sodass man sich über 405 m² ausbreiten konnte. Das Museum wurde 1926 wieder eröffnet. 

Dänisches Post- und Telegrafenmuseum

Als das Postwesen 1927 mit dem Telegrafenwesen zusammengeschlossen wurde, beschloss man, das Museum um eine Sammlung telegrafietechnischer Gegenstände zu erweitern, die der Ingenieurassistent Hans Haller bereits 1908 angelegt hatte. Für diesen Zweck wurden zusätzlich 141 m2 Bodenfläche zur Verfügung gestellt.

Die neue Abteilung wurde am 21. Mai 1931 eingeweiht, und das Museum änderte seinen Namen in Dänisches Post- und Telegrafenmuseum.

Im Juli 1940 führte die deutsche Besatzungsmacht einen Blitzkrieg gegen das Museum, das zwei Tage Zeit erhielt, um diesen Postabschnitt zu räumen, in dem nun die Briefzensur eingerichtet wurde. So verwandelte sich die Telegrafieabteilung in ein voll gepacktes Magazin.

Die Ausstellung konnte erst 1945 wieder eröffnet werden, aber da die Sammlung von Gegenständen in den Kriegsjahren fortgesetzt worden war, wurde der Platzmangel noch spürbarer als zuvor. Dies führte jedoch nicht zu einer Erweiterung der Fläche, das Museum musst sogar noch 50 m² an die Verwaltung abgeben.

1954 musste das Generaldirektorat das Museum unter Bedauern auffordern, das Zentralpostgebäude zu verlassen. Glücklicherweise zog das Kopenhagener Stadtmuseum in das Gebäude der ehemaligen königlichen Schießbahn an der Vesterbrogade 59 um, dessen Seitenflügel es nicht benötigte.

Hier zog das Dänische Post- und Telegrafenmuseum ein und konnte seine Ausstellungsfläche auf 650 m² erweitern. Die neuen Räume wurden am 15. September 1956 eingeweiht. 

Valkendorfsgade 7-9

Im Lauf der Jahre wurde für beide Museen der Platz knapp, und das Dänische Post- und Telegrafenmuseum musste sich nach einer neuen Heimat umsehen. Und noch einmal hatte das Museum Glück: Der Telefondienst zog 1984 aus dem Gebäude an der Valkendorfsgade 7-9 aus, das vom P&T 1939 gekauft worden war. Nun hatte das Museum die Möglichkeit, das Gebäude mit einer Gesamtfläche von ca. 1.475 m² zu übernehmen - und diese Chance ließ man sich nicht entgehen.

1728 wurde die Valkendorfsgade, die damals Store Hellig Geist Stræde hieß, während eines Brands in Ruinen gelegt. Das mittlere der jetzigen Museumsgebäude wurde 1730 neu errichtet.

1771 wurde der Buchdrucker J.R. Thiele zum Eigentümer des Großteils des Komplexes und übernahm zwei Jahre später den Rest. Diese Tatsache erhielt posthistorische Bedeutung, denn hier wurden die Briefmarken in den Jahren 1852-1933 gedruckt. Danach übernahm das Postwesen die Produktion.

Die Seitengebäude wurden vermutlich um 1740 errichtet. Das Haus an der Købmagergade wurde abgerissen und in seiner jetzigen Form 1870 neu errichtet. Das zweite Seitengebäude durchlief 1875 eine ähnliche Verwandlung. In beiden Fällen mit den Buchdruckern Just und Andreas Thiele als Bauherren.

Das dänische Post- und Telegrafenmuseum war in der Valkendorfsgade 7-9 untergebracht, bis das Post & Tele Museum im Oktober 1998 in der Købmagergade 37 eröffnete, wo es jetzt über 3.000 m2 Ausstellungsfläche verfügt. 

Fakten über das Post & Tele Museum

Das Post & Tele Museum ist Dänemarks Nationalmuseum für die Bereiche Kommunikation, Post und Telefonwesen. Im Post & Tele Museum werden Dänemarks nationale Sammlungen in den Bereichen Post und Telekommunikation aufbewahrt; es verfügt über eine der größten Briefmarkensammlungen Dänemarks und die wichtigste Fachbibliothek des Landes. 

Das Museum ist ein 1996 von TDC A/S und Post Danmark A/S gestifteter Fond. 

Öffnungszeiten

Dienstag-Samstag 10-17
Mittwoch 10-20
Sonntag 12-16
Montag geschlossen